Wintertourismus – weniger Ski, mehr Natur

Wintertourismus – weniger Ski, mehr Natur

//Übertragung ins Deutsche von Maren Paetzold//

Sul cocuzzolo della montagna / con la neve alta così!“ – mit diesem Winterhit huldigte die Schlagersängerin Rita Pavone in den 60er Jahren nicht nur dem Wintersport par excellence, dem alpinen Skisport, sondern auch einer Urlaubsform, die diesem zu einem regelrechten Boom verhalf: den Skiferien.

Die klassische Form des Wintertourismus

Bei den Skiferien spielen die Alpen eine Hauptrolle. Sie sind, neben anderen Berggebieten, seit jeher die meist besuchten Berge Europas. Ob auf Deutsch, Italienisch, Französisch oder Ladinisch – unabhängig von der Sprache und der Region lassen sich die typischen Skiferien mit wenigen Stichworten beschreiben: renommierter Skiort (am liebsten mit Einstieg direkt am Hotel), Skikurs (am liebsten mit dem Skilehrer vom letzten Jahr) und Après-Ski (am liebsten mit der Möglichkeit auf den Tischen zu tanzen). Wichtig ist natürlich die Saison, die traditionell nach dem Weihnachtsfest beginnt und bis zum Frühlingsanfang andauert. Für den Skiurlaub, der mit Skipass und Skibus meist im Paket angeboten wird, ist der Februar der beliebteste Monat: Die Pisten sind nicht so überlaufen wie an den Feiertagen und eignen sich somit besser für Skikurse, die Tage sind schon etwas länger und versprechen Skispaß bis zum späten Nachmittag, und – wichtigster Punkt – es gibt die beste Schneeprognose.

Schneesicherheit: Versprechen oder Optimismus?

Mit Skiern unter den Füßen kommt man nicht umhin: Schnee ist für diese Urlaubsart schlichtweg die wichtigste Voraussetzung. Zwar erleben wir häufig extreme Schneefälle – wie im letzten Winter in einigen Gebieten Bayerns und Österreichs – doch ist unbestritten, dass aufgrund des Klimawandels die Höhenlage für „Schneesicherheit“ (auf Italienisch: garanzia di neve) immer weiter angehoben werden muss. Mit diesem in der Skibranche und im Wintertourismus weit verbreiteten Begriff wird das sichere Vorkommen von Schnee beworben – und somit geöffnete Skilifte. Aber trotz der inzwischen hochleistungsfähigen Beschneiungsanlagen ist immer weniger Schnee verfügbar.

Wintersport und Nachhaltigktei

 Winterwandern – Ausflüge mit oder ohne Schnee

Um diesen Veränderungen zu begegnen, erweitern viele touristische Orte ihr Konzept für den Skiurlaub und setzen auf sportliche Aktivitäten, in denen der Schnee keine unabdingbare Voraussetzung ist: das Winterwandern. Die Strecken, die für Ausflüge mit Schneeschuhen empfohlen werden, können bei fehlendem Schnee ebenso gut mit einfachen Wanderschuhen begangen werden, immer gewappnet mit einen Paar Steigeisen und Stöcken, um vereiste Stellen überwinden zu können. Die Vorteile von Winterwanderungen liegen auf der Hand: Berge in beschaulicher Stille und eine Natur in ungewöhnlichem Kleid. Im touristischen Angebot kommt dieses mit „nicht nur Ski“ oder „Spaß fernab der Pisten“ zum Ausdruck. In Dobratsch in Kärnten fällt die Wahl auf eine noch nachhaltigere Alternative: zurück zu einem Tourismus in Harmonie mit der Umwelt, mit einer Renaturierung der Skigebiete und dem allmählichen Rückbau der Skiliftanlagen.

Rodelspass

Die Natur fernab der Pisten (wieder)entdecken

Wird der bisherige Skiurlaub in den kommenden Jahren nach und nach seine weiße Pracht verlieren? Eins steht jedenfalls klar: Zum Skiurlaub gesellt sich immer mehr der allgemeine Winterurlaub, in dem das klassische Skifahren – das auf den präparierten Pisten – steckt zurück zugunsten anderen Sportarten, die umweltfreundlicher sind und sich bestenfalls auch ohne Schnee im ganzen Alpenraum praktizieren lassen:

Eisklettern – arrampicata sul ghiaccio
Langlauf – sci di fondo
Rodeln
– slittino
Schneeschuhwandern – trekking con le racchette da neve
Skitourengehen – scialpinismo
Tiefschneefahren
– sci in fuoripista
Winterwandern
– trekking invernale

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